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NACHLESE MÜNCHNER FACHFORUM



"Verzicht auf Pensionszusagen bei
Gesellschafter-Geschäftsführern 
- Gestaltungsmöglichkeiten und Fallstricke"

 

Nachlese zum Münchner Fachforum Betriebliche Versorgung am 17.01.2011 mit Anne Killat

 

 

Am 17.01.2011 hat das erste Münchner Fachforum in diesem Jahr stattgefunden. Dipl.-Finw. und Steuerberaterin Anne Killat, geb. Risthaus, von der Kanzlei PKF FASSELT SCHLAGE, Frankfurt/M., hat zum Thema "Verzicht auf Pensionszusagen bei Gesellschafter-Geschäftsführern - Gestaltungsmöglichkeiten und Fallstricke" referiert.

  

Das Thema "Verzicht auf Pensionsanwartschaften beim Gesellschafter-Geschäftsführer" ist seit dem BFH-Urteil vom 09.06.1997 (GrS 1/94) immer wieder im Fokus. Insbesondere seit dem Erlass des Finanzministeriums Nordrhein-Westfalen vom 17.12.2009 (S 2743 - 10 V B 4) wird dieses Thema wieder besonders kontrovers in den Fachmedien diskutiert.

  

Anne Killat gab einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung dieses Themas und den aktuellen Stand. Sie ging auf die aktuellen Verfügungen aus Magdeburg, Frankfurt, Karlsruhe und Thüringen ein und kritisierte deren in sich widersprüchliche Ausformulierung. Weiter erläuterte sie, dass derzeit keine verbindlichen Auskünfte zu Verzichtsfragen seitens der Finanzbehörden erteilt werden, weil grundsätzliche Uneinigkeit zu diesem Thema besteht. Die Verfügungen der Oberfinanzdirektionen werden faktisch derzeit nicht angewendet, auch wen diese nicht formell aufgehoben wurden. Der Ausgang der weiteren Erörterungen bleibt abzuwarten.

  

Um dieser ungelösten Problematik zu entkommen, sollte man bei einem anvisierten Verzicht stets zunächst prüfen, ob man den Verzicht als betrieblich veranlasst einstufen kann, etwa wenn der Verzicht nötig ist, um eine Insolvenz abzuwenden. Denn in diesem Fall ist ein Verzicht möglich, ohne steuerlichen Zufluss und ohne eine verdeckte Einlage zu verursachen. Als weitere alternative Lösungsmöglichkeiten wurden die Abfindung und die Übertragung der Pensionszusage auf einen externen Versorgungsträger vorgestellt. Diese kommen jedoch nur in Frage, wenn entsprechende Liquidität in der Firma vorhanden ist.

  

Die Veranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Das zeigt, welche Bedeutung dem Thema "Verzicht beim Gesellschafter-Geschätsführer" in der Praxis zukommt. Die Teilnehmer hatten nach der Veranstaltung noch - wie üblich - die Gelegenheit, mit Anne Killat bei einem Imbiss die ein oder andere Frage zu klären.

 

 

Das nächste Münchner Fachforum wird am 28.03.2011 stattfinden. Steuerberaterin und Rechtsanwältin Margret Kisters-Kölkes wird zum Thema "Aktuelles aus dem Arbeitsrecht der betrieblichen Altersversorgung" referieren.  

   

nachlese 110117 killat
Anne Killat, Kanzlei PKF FASSELT SCHLAGE und Thomas Zimmermann, Geschäftsführer von SLPM

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