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GGF-LEXIKON



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Angemessenheit

Die Angemessenheit als Kriterium für die steuerliche Anerkennung einer Versorgungszusage findet sich in R 8.7 KStR und H 8.7 KStH. Unangemessen hohe Gesamtbezüge führen zu einer verdeckten Gewinnausschüttung.

 

Angemessenheit hat in diesem Zusammenhang grundsätzlich zwei Komponenten: Zum einen wird die Angemessenheit der Altersversorgung geprüft (Angemessenheit dem Grunde nach). Hier wird geprüft, ob die gesamte Altersversorgung nicht höher ist als 75% der Gesamtbezüge. Es geht also um die Zusammensetzung der Bezüge. Hierbei sind eventuelle Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung und anderen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (etwa einer Direktversicherung) zu berücksichtigen. Handelt es sich um eine Kapitalversicherung wird bei dieser Prüfung näherungsweise der zehnte Teil der Versicherungssumme angesetzt.

 

Zum anderen ist die Angemessenheit der Gesamtbezüge zu prüfen. In die Prüfung fließen alle Bestandteile der Geschäftsführerbezüge mit ein. Insbesondere sind dies:

  • Festgehalt 

  • zusätzliche feste jährliche Einmalzahlungen (z.B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) 

  • variable Gehaltsbestandteile (Tantieme, Gratifikationen usw.) 

  • Pensionszusagen (fiktive Jahresnettoprämie) 

  • Sachbezüge (z.B. Fahrzeugüberlassung, private Telefonnutzung)

     

Eine Pensionszusage wird mit Hilfe der sog. fiktiven Jahresnettoprämie angesetzt. Die Angemessenheit der Gesamtbezüge ist bei GGF zu prüfen, die zu mind. 25% an der GmbH beteiligt sind.

 

Es müssen nicht nur die Gesamtbezüge angemessen sein, sondern auch die einzelnen Bestandteile. Es ist nicht möglich, einzelne Bestandteile auszugleichen, etwa eine zu hohe Pensionszusage gegen einen relativ geringen Wert des Dienstwagens. Für die Prüfung der Angemessenheit gibt es daher bestimmte Beurteilungskriterien, die regelmäßig zugrunde gelegt werden.

 

Sofern die 75 %-Grenze überschritten wird, werden bei einer Unterstützungskassenversorgung nur die Zuwendungen bis zu dieser Obergrenze als Betriebsausgaben anerkannt. Das führt im Ergebnis dazu, dass keine Betriebsausgaben nach § 4d EStG abziehbar sind. Eine besondere Form der Überversorgung ist die sog. Nur-Pension.

 


Abfindung einer Pensionszusage

Angemessenheit

Anpassung

Beurteilungskriterien

CTA-Modell (Contractual Trust Arrangement)

Dauer der Probezeit

Direktversicherungszusage

Eindeutigkeit

Erdienbarkeit

Ernsthaftigkeit

Fiktive Jahresnettoprämie

Finanzierbarkeit

Fremdvergleich

Fremdvergleich (intern)

Gehaltsumwandlung

Gesellschafter-Beschluss

Insolvenzsicherung

Klarheit

Lebensgefährte

Mustervorbehalte

Nachholverbot

Nachzahlungsverbot

Nur-Pension

Pensionsalter

Pensionsfondszusage

Pensionskassenzusagen

Pensionsrückstellungen

Pensionszusage

Probezeit

Rententrend

Rückdeckungsversicherung

Selbstkontrahierungsverbot

Sonderstellung

Stichtagsprinzip

Unterstützungskassenzusage

Unverfallbarkeit

Verdeckte Gewinnausschüttung

Verpfändung der Rückdeckungsversicherung

Verstoß gegen die angemessene Probezeit

Verzicht

Wartezeit

Wertsicherungsklauseln

Widerrufsvorbehalte

Überversorgung

Üblichkeit

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