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HGB



Durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), das für Wirtschaftsjahre anzuwenden ist, die nach dem 31.12.2009 beginnen, wurde das HGB umfassend modernisiert. Auch der bilanzielle Ausweis von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen war hiervon betroffen. Es lassen sich drei wesentliche Veränderungen feststellen: 

 

1. Realistische Bewertung der Pensionsverbindlichkeiten  

Ungewisse langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag anzusetzen. Es muss ein realistischer Marktzinssatz gewählt werden. In der Praxis gibt die Deutsche Bundesbank diesen monatlich vor. Das bilanzierende Unternehmen kann das Bewertungsverfahren grundsätzlich frei wählen. Doch hat sich die PUC-Methode (Projected-Unit-CreditMethode) als überwiegend angewandte Bewertungsmethode herauskristallisiert. Zudem sind Trendannahmen wie z.B. ein Rententrend oder ein Gehaltstrend zu berücksichtigen. 

 

2. Saldierungsgebot  

Das in der Vergangenheit maßgebliche strikte Saldierungsverbot wurde durchbrochen. Wenn Deckungsvermögen ausschließlich zur Erfüllung der Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern reserviert und dem Zugriff der restlichen Gläubiger des Unternehmens entzogen ist, ist der Wert dieses Deckungsvermögens mit dem Wert (Erfüllungsbetrag) der Pensionsverpflichtungen zu saldieren. Als Beispiel für ein Deckungsvermögen seine eine verpfändete Rückdeckungsversicherung oder ein CTA-Modell (Contractual Trust Arrangement) genannt. 

 

3. Zeitwertbewertung  

Vermögensgegenstände, die mit den Verbindlichkeiten bilanziell saldiert werden, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei einer Rückdeckungsversicherung ist dies in der Regel der bekannte so genannte Aktivwert, der auch in der Steuerbilanz ausgewiesen wird.  

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