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IAS / IFRS



Gutachten nach internationaler Rechnungslegung IAS/IFRS

Das IASB (International Accounting Standards Board) in London ist Herausgeber der internationalen Rechnungslegungsvorschriften IAS (International Accounting Standards) bzw. neuerdings der IFRS (International Financial Reporting Standards). Ziel und Aufgabe des IASB ist die Bereitstellung und Verbreitung von letztlich weltweit anerkannten Rechnungslegungsvorschriften. Viele nationale Rechnungslegungsvorschriften orientieren sich mittlerweile auch an IAS bzw. IFRS. In der europäischen Union müssen börsennotierte Unternehmen ihren Jahresabschluss nach IAS/IFRS erstellen. Der Stellenwert von IAS/IFRS ist in den letzten Jahren stark gewachsen.  

 

Die für die betriebliche Altersversorgung maßgebliche Vorschrift findet sich im Standard IAS 19 "employee benefits". Die Rechnungslegung nach IAS 19 unterscheidet zwischen Leistungszusagen und Beitragszusagen - die Durchführungswege, wie wir sie in Deutschland kennen, spielen keine Rolle. Für die deutsche betriebliche Altersversorgung ist es deshalb oft nicht leicht festzustellen, ob eine Leistungszusage oder eine Beitragszusage vorliegt. Nur die Leistungszusage erfordert ein versicherungsmathematisches Gutachten.  

 

Kennzeichnend für dieses Gutachten ist die Gegenüberstellung des Werts der Verpflichtung (unter Berücksichtigung von realistischen Annahmen zu Rechnungszins, Rententrend, Gehaltstrend, Fluktuation) und dem Wert des für die Versorgung reservierten Planvermögens (plan assets). Typisch für die Rechnungslegung nach IAS 19 war bislang die Möglichkeit, Abweichungen in der Entwicklung der Pensionsverpflichtungen, die z.B. durch die Änderung des Rechnungszinses entstehen, über einen längeren Zeitraum zu strecken. Durch IAS 19 (revised 2011) ist diese Möglichkeit für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2012 beginnen, nicht mehr möglich. Solche Abweichungen werden jetzt als OCI (other comprehensive income) erfasst und tauchen auch nicht mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung auf. 

 

Sowohl von der Methodik als auch vom Ergebnis her weicht ein Pensionsgutachten nach IAS 19 doch sehr deutlich von einem steuerlichen Pensionsgutachten gemäß § 6a EStG ab.  

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