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DUE DILIGENCE



Das weltweite Geschäft mit Fusionen und Übernahmen von Firmen floriert. Da in Deutschland mindestens jedes zweite Unternehmen eine betriebliche Altersversorgung eingerichtet hat, gewinnt deren Rolle bei Unternehmenszu- und -verkäufen zunehmend an Bedeutung. 

 

Insbesondere der Durchführungsweg Direktzusage und die damit verbundene Innenfinanzierung der Verpflichtungen durch die Bildung von Pensionsrückstellungen sorgen im Vorfeld von Transaktionen immer wieder für Diskussionen, da sich Käufer und Verkäufer nicht über den wahren Wert der Verpflichtungen einigen können. 

 

Grundsätzlich sollten für den potenziellen Käufer folgende Themen von entscheidendem Interesse sein:

  • Wie hoch ist der tatsächliche Wert der Verpflichtung, die übernommen wird?  
  • Sind Vermögenswerte zur Finanzierung dieser Verpflichtung vorhanden? 
  • Welche zukünftigen Kosten fallen jährlich für die Pensionsverpflichtungen an?
  • Mit welchem Liquiditätsabfluss ist zu rechnen? (In Abhängigkeit von der Finanzierung der Verpflichtung handelt es sich hierbei hauptsächlich um die Zahlung laufender Renten zzgl. PSV-Beiträgen oder aber Beiträgen zur Kapitaldeckung)

 

Der Verkäufer hat die Pensionsverpflichtungen in der Regel mit dem Teilwert gemäß § 6a EStG in den Büchern stehen und würde daher gerne diesen Wert als Schuldposten - und damit Kaufpreis mindernd - ansetzen, um die Abzüge vom Firmenwert möglichst gering zu halten.

Wirtschaftlich betrachtet liegt der Wert der Verpflichtung jedoch viel höher, eine Tatsache, die durch Einführung des BilMoG deutlich wurde.

So sind z.B. beim steuerlichen Teilwert keinerlei zukünftige Gehalts- oder Rentensteigerungen mit einkalkuliert, auch ein Rechnungszins von 6% jährlich mag für langjährige Verpflichtungen über Jahrzehnte hinweg sehr optimistisch erscheinen.

 

Daher wird in der Praxis oftmals die nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS ermittelte "defined benefit obligation", kurz DBO, als realistischerer Wert der Verpflichtung angesetzt, da in die Kalkulation dieser Größe zum einen zukünftige Trendannahmen mit einfließen, zum anderen der der Berechnung zugrunde liegende Rechnungszins sich an den Umlaufrenditen von hochwertigen Industrieanleihen, deren Laufzeit der Laufzeit der Pensionsverpflichtungen entspricht, orientiert.

 

Neben der Betrachtung der Passivseite sollte auch die Aktivseite genauer beleuchtet werden: Wie sind die vorhandenen Mittel zur Finanzierung der Verpflichtung angelegt? Ist für Bilanzzwecke eine Saldierung von Aktiv- und Passivseite darstellbar? Besteht die zwingende Notwendigkeit, diese Art der Finanzierung fortzuführen? Nur einige Fragen, die es zu klären gilt.

 

Die Experten der SLPM bieten die dringend erforderliche fachmännische Unterstützung, um Fehleinschätzungen des Verpflichtungsumfanges zu vermeiden und den Wert eines Unternehmens für eine Übernahme richtig zu ermitteln.  

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